SOS - Musikland

Stimmen zum Thema

Peter Siakala  "3,2 Mio. Menschen erleben jedes Jahr klassische Musik aus Österreich bei Konzert- und Opernabenden live. Wir sind zurecht stolz auf unser Musikland, leben wir doch alle davon! Wie ist es möglich, dass das wichtigste Medium unserer Zeit sich dieser Tatsache entziehen kann und uns im Rundfunk und Fernsehen das breite Spektrum österreichischer Musik vorenthalten darf? Eine Quote von 50% Musik aus Österreich ist wohl das Mindeste, was als Kulturauftrag vom ORF verlangt werden muss."
Peter Siakala, Wiener Symphoniker
Franz Morak, ÖVP-Kultursprecher bis 2008 | © Foto: ÖVP  "Als langjähriger Gegner einer Quote war ich der Meinung, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinem gesetzlichen Auftrag nachkommt und das große Potential österreichischer Kreativer im ganzen Spektrum der Produktion (TV & Radio) erkennt und ausschöpft. Die Legitimation des ORF ist nicht die Akkumulation von Personal und das Abspielen ausländischer Programme. Österreich ist ein Musikland! Mein Glaube an diesen Satz ist unerschütterlich. Führen wir gemeinsam den Nachweis. Und zwar alle. Mit allen Instrumenten." (NR-Abgeordneter)
Franz Morak, ÖVP-Kultursprecher bis 2008, Parlament
Dr. Andreas Mailath-Pokorny  "Zeitgenössisches österreichisches Musikschaffen ist in den letzten Jahren noch dichter, noch qualitätvoller geworden. Das Musikland Österreich ist tatsächlich eines, gerade auch für anspruchsvolle Populärmusik. Sie verdient sich Verbreitung in den elektronischen Medien des Landes, vor allem auch deshalb, weil sie sehr häufig eigenständig und originär Trends setzt, die später dann auch international aufgegriffen werden. Die elektronische Medien täten gut daran, sich – bei durchaus kritischer Auswahl – dieser Eigenständigkeit zu bedienen." (Stadtrat für Kultur und Wissenschaft in Wien)
Dr. Andreas Mailath-Pokorny, SPÖ Wien
Mag. Dr. Wolfgang Zinggl, Die Grünen  "Das Besinnen auf Heimisches um seiner selbst Willen ist kein erstrebenswertes Ziel, und würde aufgrund von Quoten schlechtere Musik aus den öffentlich rechtlichen Lautsprechern tönen, wäre das kontraproduktiv. Umgekehrt aber darf auch nicht sein, dass einem ohnehin schwachen Markt hierzulande der Boden gänzlich unter den Füßen entzogen wird, weil die großen internationalen Labels vom ORF noch zusätzlich gestärkt werden. Die Unesco-Konvention zur kulturellen Vielfalt erlaubt daher einen staatlichen Protektionismus zur Stärkung kleiner Anbieter und damit zur Stärkung von künstlerischer und kultureller Produktion abseits wirtschaftlicher Macht am freien Markt. Deshalb soll und muss die zarte Musikproduktion hierzulande auch vom ORF durch häufige Ausstrahlung gestärkt werden. Nur so kann sich eine blühende Musikszene etablieren und die Qualität steigen.“ (NR-Abg., Kultursprecher Die Grünen)
Mag. Dr. Wolfgang Zinggl, Die Grünen, Die Grünen
Ulrich Drechsler  "Als Wahl-Österreicher sehe ich Dinge mit mehr Abstand - und muss leider sagen, es ist unhaltbar, wie Ö-Musik von den öffentlich rechtlichen Sendern ignoriert wird. Vermutlich werden die Verantwortlichen erst dann registrieren, dass es großartige inländische Musik gibt, wenn sie 'ausgestorben' sein wird. Beraubt man die Musiker ihres wichtigsten medialen Sprachrohrs: Rundfunk, wie soll dann die Musik überleben, wie soll man sie großflächig zum Konsumenten transportieren? Diese Tatsache ist ein ausgesprochen großes Armutszeugnis für das 'Musikland' Österreich".
Ulrich Drechsler, www.ulrichdrechsler.com
Valerie  "Ich freue mich über das neue Bewusstsein, heimische Musik zu fördern, z.B. die Online-Promotion von Ö3 mit Konzertankündigungen und Infos über die Musiker. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass auf den Playlists der heimischen Radiostationen Ö-Musik zur Regel werden soll und nicht die Ausnahme bleiben darf. Vielfalt und Qualität heimischer Popacts gewährleisten dies schon lange. Es ist Zeit, dem Angebot gerecht zu werden. Die Nachfrage besteht unbestritten."
Valerie, www.valeriesajdik.com
Klaus Waldeck  "Ohne das Problem auf Ö3 reduzieren zu wollen, so scheint es dort die größte Blockade zu geben, sich in Richtung Ö-Musik zu öffnen, auch wenn man sich medial das Feigenblatt "Die neuen Österreicher" umhängt. Anscheinend sorgen sich die Verantwortlichen nicht, ob bestimmte Titel beim Publikum ankommen oder nicht, es beherrscht sie eine fast religiöse Angst vor jeglicher noch so geringfügigen Abweichung vom götzenmäßig verehrten "Format". Vor 20 Jahren konnte z. B. die 12-Minutenversion von Laurie Andersons "Oh Superman" auf Ö3 gespielt werden. Möge doch etwas von diesem Geist wieder Einzug halten."
Klaus Waldeck, dope noir records
Thomas Rainer  "Es soll nicht darum gehen, durch eine Quotenregelung irgendwelche Ö-Künstler spielen zu müssen - nur: es soll und darf kein Stigma mehr sein, aus Österreich zu kommen. Es schmerzt mich zu sehen, daß Künstler, die nicht das Glück haben, wie ich, im Ausland erfolgreich zu sein, zu "Neuen Österreichern" mutieren müssen. Mit einem dem Formatradio angepassten Sound, um von den Medien beachtet zu werden. Erst wenn Künstler wieder Hoffnung auf Erfolg haben können und ihre Musik auch im eigenen Land gehört und geschätzt wird, wird unsere Musikszene erneut zu einem lebendigen Platz, in dem Musikgeschichte geschrieben werden kann."
Thomas Rainer, l ame immortelle
Kruder & Dorfmeister  "Viele Produktionen aus Österreich müssen und mußten traditionell ihren Erfolg erst im Ausland erreichen, um national in den breitenwirksamen Radiomedien bemerkt oder anerkannt zu werden. Dieser seit vielen Jahren existierende Zustand ist unerträglich, weswegen wir die Initiative "Mehr österreichische Musik" im nationalen Radio nur nachdrücklich unterstützen können."
Kruder & Dorfmeister, K & D
André Heller | © Foto: Foto: Sabina Sarnitz  "Es gibt jenseits des sogenannten Austro-Pop so viel an exzellenter österreichischer Musik unterschiedlichster Nuancen, dass es jedem Sender und seinen Hörern ein Vergnügen sein müsste, sie zu spielen und zu hören. Ein öffentlich rechtlicher Sender hat zusätzlich mit Sicherheit eine gewisse Verpflichtung derlei Qualitätsergebnisse aus dem eigenen Land engagiert zu propagieren."
André Heller, www.artevent.at


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