SOS - Musikland

Stimmen zum Thema

Bernhard Kaufmann & Filip Potocki  "Arcadia Agency arbeitet mit nationalen Künstlern zusammen, die live sehr viel unterwegs sind. Da für sie seitens der ORF-Radios nur wenig bis gar keine Unterstützung durch Airplay vorliegt, entgeht den Künstlern ein wichtiger Verdienstkanal durch Tantiemen, was das sowieso schon schwierige Dasein noch zusätzlich erschwert. Solange ein Großteil der Tantiemen ins Ausland fließt, befinden wir uns in einem standortpolitischen Stillstand. Es bedarf dringend einer Initialzündung im Sinne einer Änderungsbereitschaft durch den ORF, um frischen Wind und vor allem Motivation in die Herzen der Musiker, Komponisten und Autoren zurück zu bringen. Wie soll Musik aus Österreich im Ausland etwas zählen, wenn wir sie im Inland schon so stiefmütterlich behandeln? Deshalb unterstützen wir die Forderung von SOS Musikland."
Bernhard Kaufmann & Filip Potocki, www.thearcadiaagency.com
Niki List  "In so manchem europäischen Land wäre es undenkbar, dass das heimische Musikschaffen so sträflich vernachlässigt würde, wie es zur Zeit in Österreich geschieht. Hoch an der Zeit, diesen Zustand zu ändern. Es gibt genügend Beispiele von Musikern, die Qualität mit kommerziellem Erfolg zu verbinden wissen. Ohne Einsatz im Radio ist das nahezu unmöglich.1986, als der Film ‚Müllers Büro’ in den Kinos lief, war es noch eine Selbstverständlichkeit, dass die darin enthaltene Musik der österreichischen Musiker den Raum bekam, den sie verdiente. Wäre interessant ‚Starmania’ mit ausschließlich österreichischen Songs zu bestreiten. Wir müssen uns wahrlich nicht verstecken!"
Niki List, www.cultfilm.at
Peter Wolf  'Österreich ist die Heimat der Bergziege, der Wasserträger und der Waldesel', sagte ich Anfang der 70er Jahre im 'Kurier': Das war - auf gut wienerisch - sehr 'goschert'. 2008 gilt das erfreulicherweise nicht mehr (ganz). Es ist begrenzt auf eine - kleiner werdende - Anzahl von sg. Kulturpolitik Machern, die sich lieber selbst in den Vordergrund schieben, als die wirklichen Kulturschaffenden reden bzw. spielen zu lassen. Schweden mit seinen 9,1 Mio. Einwohnern hat international musikalisch sehr viel mitzureden. Die Kulturpolitiker Schwedens haben sich bereits vor etwa 30 Jahren zu einer 'Quotenregelung' entschlossen und dadurch unglaubliche Spitzen in der intern. Unterhaltungsmusikszene ermöglicht; ein Zusammenhang, der unseren Kulturpolitik Machenden noch immer nicht geläufig ist. Was die Schweden können, können wir noch lange. Wir sollten ihnen zeigen, dass wir mindestens soviele Talente haben wie sie, die dann auch international erfolgreich sein werden, wenn ihre Kunst an das Publikum getragen wird. Ich bitte also um geschlossenes Auftreten gegenüber der Regierung - und um die knallharte Forderung nach einem festgelegten Prozentsatz Ö-Musik in den staatlich unterstützten Sendern - 'mit Kulturauftrag'! Wir sehen ja seit Jahren, wie weit uns das 'gentlemanhafte' Appellieren an ihr gutes Gewissen gebracht hat! Sonst hatte der 'goscherte Wolf' 1970 doch recht."
Peter Wolf, www.powerhausmusic.com
Franz Koglmann  "Kreative österreichische Musiker werden oft und gerne mit Preisen ausgezeichnet, was sicher eine nicht unwesentliche Anerkennung ihrer Arbeit bedeutet. Aber genau so wichtig wäre die kontinuierliche Präsentation ihrer Werke - wobei dem ORF sicher eine Primärverantwortung zuzumuten ist - will nicht der glänzende Schein der Ordensverleihungen reiner Selbstzweck sein."
Franz Koglmann, de.wikipedia.org
Mag. Christine Muttonen  "Die Musikenquete im Parlament hat wichtige Impluse für unsere Musiklandschaft geliefert - und zwar in unterschiedlichen Bereichen: im Ausbildungssektor wie im Bereich der Musikwirtschaft, für traditionelle wie auch für zeitgenössische und populäre Musikformen. Das Bewußtsein ist geweckt - zahlreiche Forderungen sind formuliert. Der Dialog zwischen Politik und Kultur war sehr fruchtbar - nun geht es darum, konkrete Perspektiven für die 'Zukunftsmusik' zu entwickeln, um das österreichische Musikleben in einem vielfältigen Europa stärker zu unterstützen." [NR-Abg., SPÖ-Kultursprecherin]
Mag. Christine Muttonen, Parlament
Karuan  "Ich wünsche mir sehr, dass sich endlich was verändert im Bezug auf mehr Radioeinsatz für heimische Bands. Ich möchte jetzt nicht mit anderen Ländern anfangen, wie gut die es schaffen, ihre eignen local acts im Radio zu supporten (Skandinavien, Frankreich etc). Dass Musik aus Österreich im Ausland oft mehr in Radios gespielt wird als hierzulande, finde ich wirklich seltsam. Wie sollen die in Österreich lebenden Menschen die Ö-Musik sonst wahrnehmen? Bitte um mehr Support für die heimischen Bands."
Karuan, www.karuan.com
Célia Mara  "Musik aus Österreich ist so vielfältig wie wir! Musik ist ein Spiegel unserer Seele, sie zeigt, wer wir sind, was wir fühlen, was wir denken - sie zeigt unsere Kultur! Mein Bastardsound ist nur ein Beispiel für den Meltingpot, in dem ich lebe: eine Begegnung zwischen heiß und kalt, klaren Strukturen und kreativem Chaos, zwischen Brasilien, Schmäh und Balkan: eine echte Wiener Melange und Musik aus Österreich. Und das möchte ich viel mehr im Radio hören! Kultur ist etwas Lebendiges - und das Radio soll das mitteilen! Mehr Musik aus Österreich im Radio bedeutet für uns alle, dieses Land besser kennen zu lernen, Österreich für die Welt zu öffnen!"
Célia Mara, www.celia-mara.net
Christian Kolonovits  "Eine Kultur, die ohne eigene Musik auskommen muß, ist auf Dauer nicht lebensfähig. Man braucht nicht einmal in das quotengeregelte Frankreich zu blicken, um zu sehen mit welcher Vehemenz die meisten europäischen Länder ihre eigene Musik fördern und welche Anerkennung sie dadurch lukrieren. Das 2 Jahrzehnte lang andauernde Abwirtschaften und Negieren österreichischer Musik in den öffentlich - rechtlichen Sendern hat eine Lücke ins Selbstbewusstsein der österreichischen Musiker und des Publikums geschlagen, die es mit vereinten Kräften zu schließen gilt."
Christian Kolonovits, www.kolonovits.com
Felix Bergleiter, Waxolutionists | © Foto: Michael Paul  "Ich habe mich erst letztens bei einem auftritt in frankreich gefragt, warum das publikum dort derart zahlreich und enthusiastisch 'auszuckt', wenn heimische acts aufspielen, und warum selbst erfolgreiche indie acts - vergleichbar in unserer grössenordnung - dort eine derart grosse resonanz haben, die die hiesige um ein vielfaches übertrifft. Die antwort liegt auf der hand: die (ganz normalen) leute (nicht nischenfuzzis oder eine grössere gruppe von indieradiohörern) kennen die artists und ihre musik, weil in den medien zu einem grossteil nur über nationale acts berichet wird und diese auch gespielt werden. Damit wächst ein bewusstsein in den menschen, die eigenen sachen mehr zu feiern und unterstützen."
Felix Bergleiter, Waxolutionists, www.supercity.at
Julia  "Je weniger Ö-Musik in der heimischen Radio und TV-Landschaft vorkommt, desto weniger Marktanteil haben heimische Künstler in der Regel auch sonst. In der Folge können Studios, Produzenten, Techniker, Labels von ihrer Arbeit immer weniger leben. Niemand verlangt eine Abschottung der Märkte, es gibt viele tolle Bands und Künstler aus der ganzen Welt, die eine Bereicherung darstellen, aber das rechtfertigt nicht das aktuelle Ungleichgewicht. Und hier ist die Politik gefragt, denn man sieht am Beispiel Frankreichs, Italiens und Schwedens, dass es auch anders laufen kann. Ein ganz klares JA zur Quote, egal ob 'Julia' dann öfter im Radio läuft oder nicht. Es geht um das große Ganze!"
Julia, www.julia.co.at


first
previous
... [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]
next
last
51 - 60 of 88 |  view   per page
Unterstützen Sie unsere Forderung:
* Wird nicht veröffentlicht oder weitergegeben!
Unterzeichnen
SOS-Musikland weiterempfehlen

SOS-Logo



getragen_von.gif
Musiker-Komponisten-AutorenGilde ÖMR - Österreichischer Musikrat KulturGewerkschaft, Sektion Musik IFPI - Verband der Österreichischen Musikwirtschaft Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten Österreich FAF Wirtschaftskammer Fachverband Audiovisions- und Filmindustrie


IGNM - Internationale Gesellschaft für Neue Musik ÖKB - Österreichischer Komponistenbund ig world music austria
Webdesign by Artware
 
SOS - Musikland