SOS - Musikland

Stimmen zum Thema

Rebekka Bakken  "Music gives identity to the country. In order to have a strong music scene in Austria, its contemporary music needs to be given a proper platform. That's the secret of the success of music in many countries. That Austrian radio doesn't recognize this reality and support Austrian music has always puzzled me."
Rebekka Bakken, www.rebekkabakken.universalmusic.at
Chris Gelbmann  "Es muss endlich Schluss sein, mit der restriktiven Behandlung von Popmusik heimischer Provenienz seitens der österreichischen Radiolandschaft. Das sg. 'Musikland Österreich' tut sich da gar nichts Gutes. Nach vielen Jahren als Musikmanager, Musikmacher und Künstler kann ich das Faktum, wie wenig heimische Musik in den eigenen Radios stattfindet, in keinster Weise akzeptieren. Im Sinne der Ö-Musikschaffenden und Musikwirtschaft trete ich vehement dafür ein, die Wertschöpfung im eigenen Land zu belassen und die heimische Musik zu unterstützen. Weil Musik gehört gehört."
Chris Gelbmann, www.chrisgelbmann.com
Dr. Claudia Schmied  "Musik ist die Seele der Kulturnation Österreich. Durch den Ö-Musikfonds und die Förderung junger Musikerinnen und Musiker unterstützt die Republik diesen zentralen Bestandteil der heimischen Kultur. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, die Sichtbarkeit der Leistungen der österreichischen Musikerinnen und Musiker zu erhöhen."
Dr. Claudia Schmied, Bundesministerin für Unterricht, Kunst & Kultur
Christina Stürmer  "...es gibt viele Künstler und Bands in Österreich, auf die ich nur durch Zufall stoße. Gäbe es das Internet nicht, würde ich wohl nie von ihnen hören. Österreich hat das Klischee, nur aus Jodlern und Volksmusikanten zu bestehen ... Doch Österreich hat richtig gute Musik zu bieten. Ob Pop, Rock, Indie, usw ... Wenn die Bands und Solointerpreten kein Gehör finden, wird das genannte Klischee an Österreich ewig hängen bleiben!"
Christina Stürmer, www.christinaonline.at
Dr. Madeleine Petrovic  "Österreich als Kulturnation bildet im europäischen Airplay Vergleich eigener Musik im Radio das absolute Schlusslicht. Die Diskussion um den Anteil von Ö-Musik im Radio wird seit rund 15 Jahren mit zunehmender Intensität und abnehmendem Erfolg geführt – obwohl die heimische Musikbranche der natürliche und logische Partner Nummer 1 für Ö-Radiostationen sein sollte. Heute stehen die Vorzeichen auf eine freiwillige Selbstverpflichtung für einen Anteil von Musik aus Österreich besser denn je, nicht zuletzt, weil die Politik das Thema und den damit verbundenen wirtschaftlichen Schaden für die gesamte Branche wahrgenommen hat und entschlossener denn je ist, für mehr Ö- Musik im Radio einzutreten. Der NÖ Landtag hat auf Initiative der Grünen eine Resolution einstimmig beschlossen, welche die Bundesregierung zu konkreten Aktionen für die Unterstützung der Anliegen der Musikbranche auffordert. Ich hoffe und wünsche mir, dass diese langjährige Diskussion zu einem baldigen erfolgreichen Ende im Sinne des gemeinsamen Anliegens für die Unterstützung unserer so kreativen und hochtalentierten Musikschaffenden führt!"
Dr. Madeleine Petrovic, noe.gruene.at
Zweitfrau  "Nur Musik aus dem eigenen Land kann die Kultur desselben widerspiegeln, wobei die Sprache keine Rolle spielt. Musik ist unabdingbar ein Bestandteil der Kultur eines Landes. Die Medien haben auch eine Kunstförderungspflicht. Es ist ja nicht so, dass Musik aus Ö. nicht konkurrenzfähig wäre. Im Gegenteil. Natürlich ist es für einen Redakteur bequemer, die bereits erfolgreichen ausländischen Werke in die Playliste aufzunehmen. Aber ich glaube nicht, der Konsument schätzt es, 24 Stunden am Tag dieselben 10 Titel aus den USA und Großbritannien zu hören. Schließlich machen doch die Unterschiede unser Leben so schön bunt. Im Grunde halte ich nichts von Zwangsmaßnahmen, aber ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Mittel, und es ist ungewöhnlich, dass sich auch dank Einrichtungen wie dem Ö-Musikfonds wieder eine interessante, enthusiastische und vielseitige junge Musikszene entwickeln konnte, diese Bemühungen jedoch durch mangelnde Unterstützung des wichtigsten Partners, des Radios, jäh wieder ausgebremst werden."
Zweitfrau, www.zweitfrau.com
Texta  "Eigentlich hätte man ja dem marktschreierischen Geschwätz 'mehr Öffnung der Radiolandschaft bringt mehr Abwechslung' sowieso nie Glauben schenken dürfen, aber nach mehr als 10 Jahren Realität kann sogar der größte Marktfetischist das Ergebnis der ö-breiigen Einheitsmelasse nicht mehr wegblenden: der Sumpf (nicht Ostermeier und Edlinger) frisst seine eigenen Kinder, übrig bleiben nur lange Gesichter. Mit Ausnahme kleiner Inseln herrscht tiefstes Musikmittelalter und die Sandburgen werden wacker gegen den eigenen Musikpöbel verteidigt. Darum: Auf sie mit Gebrüll, auch wenn die Ohren der Formatierungskaiser eh längst schon taub sind!"
Texta, www.texta.at
Wulf Müller  "Schade, sehen zu müssen, dass sich gewisse Dinge nicht ändern, ja sogar schlechter werden. Obwohl nun schon 15 Jahre in London lebend, verfolge ich, was passiert, und arbeite immer noch mit Musikern und Musik aus Österreich und sehe, dass Qualität produziert wird – was immer der musikalische Stil ist. Die Radio-Situation für lokale Künstler war schon schlecht, als ich noch in Wien gearbeitet habe – heute ist es wesentlich schlimmer. Höchste Zeit, den ORF (und die meisten anderen Medien) zu erinnern, dass sie einen Bildungs- und Kulturauftrag haben und dass heimische Musikproduktionen in diese Kategorie der Pflichten der öffentlich-rechtlichen und gebührenfinanzierten Rundfunkanstalten fallen. Keine Quoten – aber Fairness, und eben etwas mehr Stolz auf die heimische Musikszene – sie verdient beides!"
Wulf Müller, Universal Music Group International
Heinz  "14,5 Prozent österreichischer Musikanteil im gebührenfinanzierten ORF mit Kulturauftrag! Wer jetzt nicht mithilft, die Situation zu verbessern, hat's schlicht und einfach nicht verstanden."
Heinz, www.heinzauswien.com
Mischa Krausz  "Kopfschütteln, Unverständnis und Ungläubigkeit ernte ich, wenn ich über die Situation von Ö-Musik im Ö-Radio berichte. Es ist schwer zu erklären, warum gerade bei uns die Eigenproduktionen hier niedergelassener Künstler mit einer derartigen Ignoranz konfrontiert sind. Bei all jenen, deren Alter es zulässt und die sich erinnern, nimmt das Kopfschütteln dann schon verletzungsgefährdende Ausmaße an. Es gab Zeiten, da hat sich die deutsche Szene am Ö-Beispiel orientiert. Tempi passati, wie der Lateiner sagen würde, weilte Latein noch unter den lebenden Sprachen. Wenn Ö-Musiker nicht das Schicksal einer toten Sprache ereilen soll, deren Inhalte nach 2000 Jahren möglicherweise wieder als besondere Werte unterrichtet werden, dann muß sich in den Köpfen der Verantwortlichen grundlegend was ändern. Und wenn das der Markt nicht regeln kann, weil ihm ein entscheidendes Element, das Angebot in Form von Sendeanteilen, vorenthalten wird, dann muss man dem Markt halt unter die Arme greifen und dafür sorgen, daß Angebot und Nachfrage in einem ausgewogen Verhältnis Platz greifen."
Mischa Krausz, www.mischakrausz.at


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