SOS - Musikland

Stimmen zum Thema

Titus Vadon  "Es ist mir unverständlich, warum ein Land nicht zu seinen Künstlern steht, warum es nicht stolz ist auf sie und sie unterstützt. Gerade jetzt, wo die Szene einen neuen Aufschwung erlebt und viele heimische Künstler live und auch auf Tonträgern enorme Erfolge feiern, rein aus eigener Kraft und eigenen Mitteln erarbeitet, wäre die Möglichkeit gegeben, unauffällig auf den Zug aufzuspringen ..."
Titus Vadon, Russkaja
Martin Lichtfuss  "Die Glaubwürdigkeit des 'Musiklands' Österreich kann auf Dauer nur dann erhalten werden, wenn zeitgenössische Kompositionen in der öffentlichen Wahrnehmung adäquat repräsentiert sind. Hierbei spielt der ORF als die Rundfunkanstalt Österreichs eine Schlüsselrolle: Er ist der Gesellschaft - zur Wahrung ihrer musikalischen Identität! - die Pflege Neuer Musik schuldig und profitiert in Wahrheit unermesslich durch das Angebot an heimischer Kreativität. Ohne sie wäre er als öffentlich-rechtliche Einrichtung nicht überlebensfähig. Wir dürfen als Kulturschaffende unsere Ansprüche durchaus mit Selbstbewußtsein vertreten!"
Martin Lichtfuss, www.lichtfussmusic.com
Katharina Klement  'Ich verstehe nicht, warum Leute Angst vor neuen Ideen haben. Ich habe Angst vor den alten.' [John Cage]. "Die interessantesten Sendungen sind für mich die, in denen ich etwas höre, was ich vorher noch nicht kannte. Zeitgenössische Musik hat wenig Raum in der Sendelandschaft – mehr oder weniger einen Termin spätabends pro Tag auf einem Sender. Viel zu rar, für viele zu spät, und damit von vielen nicht wahrgenommen. Ö3 hat sich als Hit-Gemeinde fast völlig von einer Auseinandersetzung mit der musikalischen Vielfalt abgekoppelt. Solange 'normale' bzw. 'gültige' Komponist/innen immer noch diejenigen sind, die schon verstorben sind – und nach ihrem Ableben vom hinteren, schwer auffindbaren Bereich in die vorderen Verkaufsregale aufrücken –, gibt es den Bedarf, einen unmittelbaren Zugang zu Musikschaffenden, die hier und jetzt tätig sind, zu öffnen. Das Radio ist trotz Internet immer noch das Medium, das diesen Bedarf decken kann, das diesen Auftrag erfüllen muß, das Neues aus erster Hand zu präsentieren vermag. Das Gehörte gehört zur Bildung."
Katharina Klement, www.katharinaklement.com
Schiffkowitz  "Es ist traurig, und es ist sehr lästig. Seit über 10 Jahren dieselbe Leier, dieselben Diskussionen, dieselben arroganten und ignoranten Stellungnahmen. Und jetzt lese ich im Kurier [Interview GD Wrabetz], dass der ORF eh viel für die österreichische Musik tut. Das ist sehr unzutreffend, sehr frech und sehr ärgerlich."
Schiffkowitz, www.schiffkowitz.com
Thomas Stipsits  "In unzähligen Probekellern wird Musik gemacht, werden Gedanken geboren, verworfen, geschliffen und schließlich vollendet. Da sich aber ein Keller immer unten befindet, bekommen wir oben nichts davon mit! Ich lade alle Radiobosse herzlich dazu ein, diese Probekeller zu besuchen, damit sie endlich wissen, was sie ignorieren!"
Thomas Stipsits, www.stipsits.com
Harry Sokal  "Als Kulturland ist Österreich speziell in der zeitgenössischen Musik in all den Jahrhunderten als Meilenstein der Musikgeschichte zu erfahren. Wieso der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit Kultur- und Bildungsauftrag diese Vision nicht weiterhin unterstützt, ist mir unbegreiflich. Er agiert kurzsichtig. Auch ich fühle mich dadurch in meiner künstlerischen Karriere behindert und fordere mehr Musik aus Österreich im Radio."
Harry Sokal, www.harrysokal.com
Fred Jaklitsch - Seer  "Schade, daß man einem Kind oder Jugendlichen in Ö. den Beruf eines Musikers nicht vorbehaltlos empfehlen kann - weil die Voraussetzungen dafür fehlen. Was uns dadurch an kreativem Potenzial, Kulturgut und auch an wirtschaftlichem Wert verlorengeht, ist ein unwiederbringlicher Verlust. Deswegen mein Appell an die Verantwortlichen – auch um dem Musikland Österreich ein Stück gerechter zu werden: Herrschaften, tut was!"
Fred Jaklitsch - Seer, www.dieseer.at
Erich Zib  "Es gibt, glaube ich, weltweit kein Land, daß so als Musikland bekannt ist, wie Österreich. Es gibt aber weltweit auch kein Land, wo die eigene Musik vom eigenen Rundfunksender so heruntergemacht wird. Dabei zahlen wir Musiker Rundfunkgebühren, Steuer, Sozialversicherung und geben auch hier unser Geld aus. Die gesamte Wirtschaft profitiert davon. Jeder Euro, der an einen ausländischen Urheber geht, ist für die österreichische Wirtschaft zu 100% verloren. Und damit auch den Leuten, die beim ORF Werbung machen."
Erich Zib, www.heurigenmusik.at
Dieter Kaufmann  "Neue Musik soll nicht nur in extra dafür bestimmten Sendungen gespielt werden. Es ist die Musik unserer Zeit und für die Menschen unserer Zeit bestimmt. Ein 'Musikland' unterscheidet sich von einem Entwicklungsland dadurch, daß man seinen Bewohnern die Musik ihrer Zeit, die in Ihrem Land, zu ihrer Zeit entsteht, zumuten kann - aber nicht nur in 'geschützten Sendezeitzen', sondern ganztägig!"
Dieter Kaufmann, de.wikipedia.org
Alexander Wagendristel  "Daß Österreich wahrscheinlich die größte Anzahl von verstorbenen weltberühmten Komponisten klassischer Musik besitzt, ist bekannt. Leitet sich daraus ab, daß Ö. es sich leisten kann, auf seine lebenden Komponisten zu verzichten, sie zu ignorieren, über sie hinwegzusehen? Ich denke: nein. Mehr lebende Österreicher im Radio zu spielen [vielleicht sogar vor 23 Uhr], hieße nicht, irgendeine Quote zu erfüllen, sondern den Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ernst zu nehmen, auf diesem Wege wieder eine wichtige kulturelle Institution zu werden und somit auch die Reputation des Senders, der dazu den Mut hat, zu steigern. Wäre das nicht für alle wünschenswert?"
Alexander Wagendristel, www.reconsil.com


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